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Recycling von Polytetrafluorethylen PTFE Bei der Verarbeitung des hochwertigen Kunststoffes Polytetrafluorethylen (PTFE), der besonders unter dem Namen TEFLON® bekannt ist, fallen 10-30 % Drehspäne, Stanzreste etc. an. Dieser unvermeidliche Ausschuss kann nicht wie bei einigen anderen Kunststoffen direkt wieder eingesetzt, sondern muss einer komplizierten Aufbereitung unterzogen werden, bei der auch letzte Reste von Verunreinigungen entfernt werden.
Die Firma Mikro-Technik GmbH & Co. KG, Miltenberg am Main, hat einen kombinierten chemischen Prozess entwickelt, mit dessen Hilfe es gelingt, alle Verunreinigungen aus den voluminösen Drehspänen und den kompakten Stanzresten zu entfernen und ein Pulver zu gewinnen, das mit den üblichen Verfahren wiederverarbeitet werden kann. Dieses Pulver ist seit Jahren unter dem Namen „Reproflon®“ auf dem Markt eingeführt und wird zu einem erheblichen Teil exportiert.
Der Vorteil für den Bezieher des Pulvers liegt in dem günstigen Preis und in zum Teil verbesserten Eigenschaften des Endproduktes begründet.
Bei der Verarbeitung des Reproflon-Pulvers kann man zwar eingeführte Verfahren (z.B. Ram-Extrusion) anwenden, diese müssen aber in bestimmter Weise variiert werden, wozu ein nicht unbeträchtliches Know-how erforderlich ist. Deshalb bietet die Fa. Mikro-Technik dieses Produkt wahlweise auch in Form von Halbfabrikaten – Stäben, Rohren, Folien, Platten, etc. – an. Das weit gefächerte Angebot hat eine sehr günstige Marktaufnahme gefunden.
Der Vorteil für den Bezieher von Reproflon-Halbzeug liegt wiederum im Preis und in der Qualität begründet und zusätzlich in der Umgehung aller Schwierigkeiten, die bei der Verarbeitung des Pulvers auftreten können.
Im Vergleich zum Ausgangsmaterial, dem sog. virginalen PTFE, weist auch das aus den Verarbeitungsresten hergestellte Reproflon® in unveränderter Weise alle Eigenschaften auf, die charakteristisch für die Hochwertigkeit dieses Kunststoffes sind, so die extremen Antihafteigenschaften, die große Kälte- und Wärmebeständigkeit, die universelle chemische Resistenz und die herausragenden elektrischen Eigenschaften. Bei den mechanischen Eigenschaften ist die Druckfestigkeit(↑) verbessert worden. Damit verbunden ist eine merkliche Verringerung des Kaltflusses(↓). Deshalb wird Reproflon® gezielt dort eingesetzt, wo ein PTFE mit besseren Druckeigenschaften(↑) erwünscht ist. Beispiel: Im Dichtungssektor.
Einschränkungen für die Anwendungen von Reproflon® werden durch die Abnahme der Dehnungswerte erforderlich. Bei extremen Anforderungen an die Dehnungseigenschaften wird von einem Einsatz von Reproflon® abgeraten.
Die Vielfalt wertvoller Eigenschaften, die in diesem Kunststoff vereinigt sind, eröffnen weite Anwendungsgebiete in fast allen industriellen Bereichen. In folgenden Industriezweigen wird Reproflon® bereits eingesetzt:
Chemische Industrie (Chemikalienresistenz, Temperaturbeständigkeit, geringer Kaltfluss)
Elektroindustrie (Isolier- u. dielektrische Eigenschaften)
Maschinenbau (Gleit- und Temperatureigenschaften, geringer Kaltfluss)
Dichtungssektor (Antihafteigenschaften, Chemikalienresistanz)
Automobilbau (Antihafteigenschaften, Chemikalienresistenz, geringer Kaltfluss)
Die Gewinnung einer neuen PTFE-Variante mit teilweise verbesserten Eigenschaften aus Resten der Verarbeitung ist ein Beispiel für erfolgreiches
RECYCLING.
TEFLON® - Eingetragenes Warenzeichen der Firma E.I. Dupont Wilmington, Delaware/USA.
REPROFLON® - Eingetragenes Warenzeichen der Firma Mikro-Technik GmbH & Co. KG, Postfach 1640, D-63886 Miltenberg/Main E-mail: info-de@mikro-technik.com, Internet: www.mikro-technik.com
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